80 Schläuche und Leitungen für den Hochleistungsschlepper

Auch bei seinem neuen Topmodell setzt Traktorenhersteller Fendt auf die zuverlässigen Leitungen von ContiTech – gleich 80 Mal pro Fahrzeug. Ebenfalls im Cockpit an Bord: Yorn®-Folie von Benecke-Kaliko für eine Innenverkleidung mit leicht zu reinigender Softtouch-Oberfläche und angenehmer Haptik.

80 Schläuche und Leitungen für den Hochleistungsschlepper

Auch bei seinem neuen Topmodell setzt Traktorenhersteller Fendt auf die zuverlässigen Leitungen von ContiTech – gleich 80 Mal pro Fahrzeug.
Foto: Fendt

„German Meisterwerk“ – wenn der Traktorenhersteller Fendt von seinem neuen Großschlepper 1000 Vario spricht, sucht man Bescheidenheit vergebens. Sie wäre auch fehl am Platz, denn das neue Top-Modell mit 380 bis 500 PS ist ein besonders leistungsstarker Zugschlepper, der gezielt auf den Weltmarkt ausgelegt wurde.

Mit einer maximalen Höhe von 3,60 m und einem Leergewicht von 14 t ist der auf der Landmaschinenmesse Agritechnica zur Maschine des Jahres gewählte 1000 Vario wahrlich kein Winzling, aber im Vergleich zu herkömmlichen Konzepten in der 500-PS-Leistungsklasse wesentlich leichter, wendiger, übersichtlicher und damit deutlich vielseitiger. Er ist ausgelegt für ein breites Einsatzspektrum: Entwickelt für schwere Feldarbeiten und trotzdem mit bis zu 60 km/h Höchstgeschwindigkeit absolut straßentauglich.

Einige erstaunliche Ausstattungsdetails hat der Großtraktor auch zu bieten. So bietet eine in das Dieselross-Emblem auf der Haube integrierte Kamera beste Sicht auf den vorderen Anbauraum. Und wer besonderen Wert auf Komfort legt, wählt den Ledersitz mit Heizung und aktiver Klimatisierung.

Ein weiteres Highlight ist Hochleistungshydraulik mit zwei hocheffizienten hydraulischen Kreisen. Dabei setzt der Traktorenhersteller erneut auf die zuverlässigen Hydraulikleitungen von ContiTech Mobile Fluid Systems, die enormen Drücken von bis zu 270 bar standhalten: Schlauch- und Rohrleitungen für Lenkung, Front- und Heckkraftheber, Ventilsteuerung, Grundkreishydraulik etc.

Außerdem liefert ContiTech Schlauch- und Rohrleitungen für die Achsenfederung, das Getriebe, die Reifendruckregelanlage, die Motorkühlwasserentlüftung, den Kühlkreislauf sowie Lenkungsleitungen, Leitungen für das Bremssystem und die SCR-Abgasnachbehandlung – zusammen 80 verschiedene Teile.

80 Schläuche und Leitungen für den Hochleistungsschlepper

Foto: Fendt


80 Schläuche und Leitungen für den Hochleistungsschlepper

Foto: Fendt

„Durch unsere langjährige gemeinsame Konstruktionserfahrung können wir in kurzer Zeit auch große Pakete konstruieren sowie Muster und Baustufenteile liefern“, sagt Frank Weiher, Konstrukteur bei der ContiTech Techno-Chemie in Hoppegarten, wo die Hydraulikleitungen gefertigt werden. Denn vieles lässt sich inzwischen mit relativ geringem Aufwand aus der Basis-Produktpalette heraus anpassen, die ContiTech an den langjährigen Kunden liefert. Schließlich arbeiten die Konstruktionsabteilungen beider Unternehmen seit gut 20 Jahren besonders eng und vertrauensvoll zusammen und Fendt setzt auch bei seinen anderen Landmaschinen auf die bewährten Leitungen von ContiTech.

Ausgestattet ist der Großtraktor mit einem kompakten 12,4-l-Sechszylinder-Triebwerk von MAN, der in vier Leistungsstufen zu haben ist. Auch hier sind zahlreiche Schläuche und Leitungen von ContiTech verbaut: Das Unternehmen liefert Leitungen in Hochtemperaturausführung für 230 bis 250 °C für die Steuerung der Abgasrückführung. Hinzu kommt ein Hochtemperaturwasserschlauch für bis zu 190 °C zur Kühlwasserversorgung des Kompressorkopfes des angebauten Luftpressers. Der Schlauch wurde eigens für Bereiche konstruiert, wo die Leitungen sehr dicht an einer Hitzequelle wie dem Turbolader vorbeilaufen und wo ein PA-Rohr den Temperaturen nicht mehr standhalten würde.

Auch in der für höchsten Arbeitskomfort komplett neu konzipierten x5-S-Kabine ist ContiTech vertreten und sorgt dafür, dass der Bediener nicht friert. Direkt an Fendt geliefert wird in eine in einer Klimawanne verbaute Leitung für den Heizkreislauf. Zwei weitere Leitungen gehen zunächst an den Zulieferer Denso nach Italien. Dort werden sie in einem Modul verbaut, wo sie dem Transport von Heizwasser dienen. „Für diese beiden Artikel hat Fendt die Auflage erteilt, die benötigten Schläuche von uns zu beziehen, da wir gut ein halbes Jahr lang einen Schlauch modifiziert haben, damit er dem Betriebsdruck von 5 bar standhält“, berichtet Jörg Kirchschlager aus Waltershausen, wo die Schläuche hergestellt werden. Mitbewerberschläuche waren bei diesen hohen Drücken ausgefallen. Bei den ersten im Feld getesteten Traktoren konnte auf Grund dieser Ausfälle die Heizung nicht betrieben werden. Die Artikel aus Waltershausen haben hingegen sämtliche Tests sowohl bei Fendt als auch bei ContiTech ohne Ausfall bestanden.

Auch der ContiTech-Geschäftsbereich Benecke-Kaliko ist am Cockpit beteiligt und liefert seine Yorn®-Folie für die Innenverkleidung mit einer leicht zu reinigenden Softtouch-Oberfläche mit angenehmer Haptik. Die umweltverträgliche und kosteneffiziente Lösung für die Innenraumverkleidung zeichnet sich außer durch ihre weiche Haptik auch durch ein breites Spektrum an Farben und Narbdesigns aus. Zusätzliche Flexibilität bietet sie durch ihr breites Verarbeitungsfenster. Darüber hinaus liefert Continental zahlreiche weitere Teile, darunter das zentrale Kombi-Instrument im Cockpit.

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